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Hochwassererkennung: Mit KI und Kameras frühzeitig warnen

A flooded shoreline next to a city

In einer Zeit, die von unvorhersehbaren und oftmals schweren Wetterereignissen geprägt ist, treten Sturzfluten, Tornados und Waldbrände immer häufiger auf. Die Auswirkungen, die solche realen Ereignisse auf Menschen und Gemeinschaften haben, können Schäden in Milliardenhöhe verursachen.

Wir können einen Sturm zwar nicht aufhalten, aber wir können beeinflussen, wie wir uns auf seine Auswirkungen vorbereiten. Bei Hochwasser sind frühzeitige Warnungen entscheidend, um Menschen und Sachwerte zu schützen.

Seit Jahren setzen wir klassische Sicherheitstechnologien ein, um unsere physischen Werte zu schützen. Doch was wäre, wenn sich dieselben Technologien auch zum Schutz vor Umweltgefahren einsetzen ließen?

Dieser Blogbeitrag zeigt, wie die leistungsstarke Kombination aus Videosicherheitskameras und KI neue Möglichkeiten bei der Hochwassererkennung eröffnet. Wir erklären, wie diese Technologien zusammenwirken, um frühzeitig zu warnen und damit die nötige Zeit zu schaffen, eine potenzielle Katastrophe in eine beherrschbare Situation zu verwandeln.

Die Idee, eine Sicherheitskamera für mehr als nur Überwachungszwecke einzusetzen, ist nicht neu. Da der Klimawandel immer häufigere und intensivere Wetterereignisse begünstigt, suchen Verantwortliche für die öffentliche Sicherheit nach intelligenteren Möglichkeiten zur Vorsorge.

A network camera used to detect flood warning signs

Dies hat zu einem innovativen Wandel geführt: Klassische Sicherheitsinfrastrukturen werden heute auch zur Umweltüberwachung und zum Schutz der Öffentlichkeit eingesetzt.

Videosicherheit ist ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung. Ein Kamerasystem samt zugehöriger Infrastruktur, das zur Verkehrsüberwachung auf einer Brücke oder zum Schutz eines Gebäudes vor unbefugtem Zutritt installiert wurde, kann zugleich wertvolle Echtzeitinformationen über steigende Wasserstände liefern.

Frühzeitige Erkennung kann Leben retten. Je früher die Behörden von einer drohenden Überschwemmung erfahren, desto mehr Zeit bleibt ihnen, Straßen zu sperren, Anwohner zu evakuieren und Einsatzkräfte zu mobilisieren. Die Nutzung vorhandener Technologien für diesen Zweck ist zu einem wichtigen Bestandteil moderner Katastrophenvorsorge geworden.

Eine zuverlässige Strategie zur Hochwassererkennung kann sich nicht auf ein einzelnes Gerät stützen. Vielmehr ist ein intelligentes System erforderlich, in dem verschiedene Technologien zusammenarbeiten. Videokameras und KI übernehmen jeweils eine bestimmte Aufgabe und vermitteln gemeinsam ein klares, umfassendes Bild einer möglichen Hochwasserlage.

Die Kamera zeichnet den Videostream auf und ermöglicht so eine kontinuierliche Beobachtung der Umgebung. Die KI analysiert dieses Videomaterial in Echtzeit und ist darauf trainiert, spezifische visuelle Anzeichen einer sich entwickelnden Überschwemmung zu erkennen. So lässt sich nicht nur feststellen, dass eine Gefahr besteht, sondern auch in Echtzeit nachvollziehen, wie sie konkret aussieht.

Durch die Kombination beider Technologien entsteht ein System zur Hochwasserüberwachung, das intelligenter, schneller und effektiver ist, als es jede einzelne Komponente für sich allein sein könnte.

Illustration showing how to detect floods

KI-gestützte Videosicherheit

Durch den Einsatz KI-basierter Videoanalyse kann die Kamera auch das Monitoring von Wasserständen und Überschwemmungen automatisieren. Strategisch entlang von Wasserläufen, in Unterführungen oder in der Nähe hochwassergefährdeter Küstengebiete positionierte Videokameras liefern visuelle Warnmeldungen und Echtzeitkontext, den reine Messdaten allein nicht bieten können.

Kameras sind leistungsstarke Instrumente. Durch die Ergänzung um spezielle Sensoren entsteht jedoch ein robusteres System. Sollte eine Kamera ausfallen oder ihre Sicht durch schwere Wetterbedingungen beeinträchtigt werden, stellen diese zusätzlichen Sensoren sicher, dass weiterhin wichtige Daten zur Verfügung stehen.

Einige Sensoren nutzen Ultraschallwellen, um steigende Wasserstände äußerst präzise zu messen. Andere sind als Durchflussmesser ausgelegt und überwachen Geschwindigkeit und Stärke der Wasserbewegung. Vernetzte Regenmesser liefern gleichzeitig entscheidende Informationen über die tatsächlich gefallene Niederschlagsmenge in dem jeweiligen Gebiet.

KI 

Die KI verarbeitet den kontinuierlichen Informationsstrom aus den Bildern. Sie kann diese Daten in Echtzeit analysieren, relevante Muster identifizieren und entscheiden, wann ein Alarm ausgelöst werden muss.

Die KI kann darauf trainiert werden, Anomalien zu erkennen, beispielsweise einen Anstieg des Wasserstands über einen zuvor festgelegten Schwellenwert. Anschließend löst sie automatisch Warnmeldungen aus. Dadurch werden menschliche Bediener nur über glaubhafte Gefahren informiert.

Der Aufbau eines Systems zur Hochwassererkennung beginnt mit der Identifikation der Gebiete, die durch steigende Wasserstände am stärksten gefährdet sind. Diese Hochrisikobereiche, zu denen sowohl kritische öffentliche Infrastrukturen als auch tief gelegene Gewerbegebiete gehören, müssen kontinuierlich überwacht werden. Durch die Installation eines Netzwerks aus Kameras und Sensoren an diesen Standorten erhalten die Behörden rund um die Uhr einen kontinuierlichen Überblick über die Umgebung.

An extreme weather camera used to detect flooding

Dieser Vorteil kommt in jeder Phase eines Hochwassers zum Tragen. Zu Beginn ermöglicht das System, mit sich schnell entwickelnden Gefahren Schritt zu halten. Wenn das Wasser später zurückgeht, kann der Abfluss kontinuierlich überwacht werden. Dies ist entscheidend, um Treibgut zu erkennen, das weitere Blockaden oder Schäden verursachen könnte.

Eine mit Edge-Videoanalyse ausgestattete Kamera kann so konfiguriert werden, dass sie sowohl steigende Flusspegel als auch gefährliche Wasseransammlungen auf der Straße in Echtzeit erkennt. Dadurch können sofortige Maßnahmen ergriffen werden, beispielsweise die Aktualisierung öffentlicher Warnsysteme oder die Umleitung des Verkehrs, bevor ein Fluss über die Ufer tritt.

Wenn eine Warnmeldung von einer Kamera eingeht, kann das System automatisch den Videostream der nächstgelegenen Kamera anzeigen. Der Bediener kann sich selbst ein Bild von der Situation machen, den steigenden Wasserstand bestätigen, seine Geschwindigkeit beobachten und nach möglichen Einflussfaktoren suchen.

Dieser Schritt der visuellen Verifikation ist entscheidend, um Vertrauen in das System aufzubauen und sicherzustellen, dass Notfallmaßnahmen auf korrekten und überprüften Informationen basieren. Er schließt die Lücke zwischen Rohdaten und entschlossenem Handeln.

Der Vorteil eines modernen Systems zur Hochwasserüberwachung liegt in seiner Fähigkeit, vorherzusagen, was als Nächstes geschehen wird. Durch die Integration von KI-Videoanalyse lässt sich der Blick über die aktuelle Situation hinaus auf die kommenden Stunden richten.

Durch die Verarbeitung enormer Datenmengen aus Kameras und sogar aus externen Quellen wie Wetterdiensten können Modelle des maschinellen Lernens subtile Muster erkennen. Diese Vorhersagefähigkeit ermöglicht es Einsatzkräften und Behörden, sich frühzeitig vorzubereiten.

Integration von Wettervorhersagedaten für präzisere Prognosen

Ein Sensor kann feststellen, dass der Pegel eines Flusses steigt. Er kann jedoch nicht erklären, warum dies geschieht. Durch die Integration von Wettervorhersagedaten in Echtzeit erhält die KI ein wesentlich umfassenderes Verständnis der Situation.

Sie kann einen vorhergesagten Starkregen im oberen Einzugsgebiet mit den flussabwärts gemessenen Wasserständen in Beziehung setzen. Dadurch kann das System prognostizieren, ob, wann und in welchem Ausmaß ein Fluss über die Ufer treten wird. Diese frühzeitige Warnung ermöglicht eine strategischere und effektivere Notfallplanung. 

Ungewöhnliche Muster bei Wasserständen erkennen

Jedes Gewässer hat seinen eigenen natürlichen Rhythmus aus steigenden und fallenden Wasserständen, der von der Jahreszeit, der Tageszeit und den jüngsten Wetterbedingungen abhängt. Ein KI-System erlernt dieses Grundmuster und überwacht es kontinuierlich auf Abweichungen.

Video analytic overlay showing water levels

Es kann zwischen einem normalen, langsamen Pegelanstieg nach leichtem Regen und einem gefährlich schnellen Anstieg unterscheiden, der auf eine Sturzflut hindeutet. Indem sich die KI auf solche ungewöhnlichen Muster konzentriert, kann sie genau die Warnmeldungen liefern, die wirklich relevant sind.

Automatisierte Warnmeldungen für Einsatzkräfte auslösen

Wenn eine glaubhafte Gefahr erkannt wird, kann ein KI-gestütztes System automatisierte Warnmeldungen auslösen und direkt an die zuständigen Einsatzkräfte senden. Eine Warnmeldung könnte den Standort der Gefahr, den aktuellen Wasserstand, den vorhergesagten Zeitpunkt des Höchststands und einen Link zum Livevideo enthalten.

Dadurch verfügen die Einsatzkräfte über alle wichtigen Informationen, die sie benötigen, um schnell und effektiv zu handeln. Sie können sich auf dem Weg zum Einsatzort genau auf die Situation vorbereiten, die sie dort erwartet.

Es empfiehlt sich außerdem, öffentliche Audiosysteme und Anzeigetafeln zu nutzen, um anwesende Personen über die unmittelbar bevorstehende Gefahr zu informieren und sie zum Verlassen des Gebiets aufzufordern.

Ein intelligentes System zur Hochwassererkennung geht über die Theorie hinaus und bietet Gemeinden und Infrastrukturen konkreten Schutz. In der Praxis wird diese Technologie auf verschiedene zentrale Arten eingesetzt, um besonders gefährdete Bereiche zu schützen.

Wie WaterView mithilfe von Edge-Videoanalyse die Reaktion auf Hochwasser verbessert

Da die Kameras als verteilte Näherungssensoren innerhalb eines Gebiets fungieren, ist es entscheidend, dass jedes Gerät autonom und unabhängig arbeitet und dabei möglichst geringe Anforderungen an die Infrastruktur stellt.

Ein Beispiel hierfür sind die Videoanalysealgorithmen von WaterView zur Hochwasserüberwachung. Sie werden über die ACAP-Plattform direkt auf Axis Kameras ausgeführt und verarbeiten den Videostream in Echtzeit direkt am Netzwerkrand, also „at the edge“.

Die Videoanalyse erkennt vorhandenes Wasser und setzt es mit relevanten Bereichen in Beziehung, die der Nutzer direkt im Bild definiert. Dies gilt sowohl für horizontale Flächen, etwa eine Fahrspur oder den mittleren Abschnitt einer Unterführung beziehungsweise eines Tunnels, als auch für vertikale Flächen. Auf diesen kann die Höhe des Wasserstands in einem natürlichen oder künstlichen Wasserlauf oder in einem Reservoir verfolgt werden.

Dadurch kann unerwünschtes Wasser genau dort erkannt und gemeldet werden, wo es relevant ist. Dies gilt sowohl für stehendes Wasser, das sich über eine Fahrbahn ausbreitet, als auch für einen Flusspegel, der einen definierten Schwellenwert überschreitet.

Remote video URL

Dieser Ansatz wird abhängig von den jeweiligen topografischen und hydrogeologischen Herausforderungen auf unterschiedliche Weise umgesetzt. In einigen Fällen setzen Betreiber floodCAM an Straßenabschnitten ein, an denen zwei städtische Flüsse erneut in unterirdisch geführte Abschnitte unterhalb des Stadtzentrums eintreten. Genau an diesen Stellen besteht das größte Risiko, dass das Wasser über die Ufer tritt und auf angrenzende Straßen gelangt.

In Küstenstädten besteht die Aufgabe darin, Wasserläufe zu überwachen, die während des größten Teils des Jahres trockenliegen und durch steile, schmale Einzugsgebiete zwischen Gebäuden verlaufen. Das System ist darauf abgestimmt, automatisch zu erkennen, sobald das Wasser im Flussbett einen von zwei aufeinanderfolgenden Warnschwellenwerten überschreitet. Daraufhin werden Warnmeldungen an die zentrale Überwachungsplattform gesendet.

Eines der wahrscheinlich klarsten und regelmäßig wiederkehrenden Szenarien ist der Schutz großer Straßenunterführungen und Tunnel, die bei starken Regenfällen anfällig für Sturzfluten sind. Die Videoanalyse verschafft den Betreibern die entscheidenden Sekunden, die sie benötigen, um die Zufahrt zu sperren, bevor das Wasser zu einer Gefahr wird.

Wie Météo-France die Hochwasservorhersage verbessert hat 

Météo-France, der nationale französische Wetterdienst, benötigte eine sicherere und zuverlässigere Möglichkeit, Wasserläufe auf Hochwasserrisiken zu überwachen. Die bisherige Methode mit Unterwassersensoren war insbesondere bei schnell ansteigendem Hochwasser, also genau dann, wenn die Daten am dringendsten benötigt wurden, häufig gefährlich und schwierig.

In Zusammenarbeit mit TENEVIA hat Météo-France seine Überwachungsmöglichkeiten mithilfe von AXIS P1357-E Netzwerk-Kameras grundlegend verbessert. Die RiverBoard®-Software von TENEVIA analysiert den Livevideostream der Axis Kameras und misst sowohl den Wasserstand als auch die Fließgeschwindigkeit an der Oberfläche präzise aus sicherer Entfernung. Dadurch muss kein Personal mehr in gefährliche Situationen geschickt werden.

A flood monitoring system installed by a bridge to detect floods

Das System ermöglicht Météo-France rund um die Uhr die Beobachtung gefährdeter Wasserläufe und verbindet visuelle Echtzeitinformationen mit präzisen wissenschaftlichen Daten. Dies ermöglicht schnellere und fundiertere Entscheidungen.

Den Verantwortlichen für das Krisenmanagement bei Hochwasser Bilder der Situation in Echtzeit zur Verfügung zu stellen, ist eine deutliche Verbesserung,notes M. Martin, project manager at Météo-France. “erklärt M. Martin, Projektleiter bei Météo-France. „Zusätzlich zu den Messwerten auch ein Bild zur Verfügung zu haben, ist ein echter Vorteil.” 

Diese innovative Lösung ermöglicht es der Behörde, Krisen effektiver zu bewältigen und Gemeinden, die von einem möglichen Hochwasser betroffen sein könnten, frühzeitig zu warnen.

Bei einem wirksamen Hochwassermanagement ist Zeit der wichtigste Faktor. Je früher eine Warnung erfolgt, desto mehr Menschenleben und Sachwerte können geschützt werden. Die leistungsstarke Kombination aus Kameras, die Daten, Warnmeldungen und visuelle Nachweise liefern, und KI, die vorausschauende Erkenntnisse ermöglicht, verschafft Gemeinden genau diese kostbare Zeit.

A flooded street

Der Wandel von einer reinen Reaktion auf Hochwasser hin zu der Fähigkeit, es Stunden im Voraus vorherzusagen, ist die neue Realität bei der Hochwassererkennung und beim Hochwassermanagement. Durch den Einsatz dieser Technologien können wir eine resilientere Welt schaffen, in der wir besser auf alles vorbereitet sind, was das Wetter mit sich bringt.

Hier finden Sie Antworten auf einige häufig gestellte Fragen zum Einsatz von Technologie zur Hochwassererkennung.

Kann die Videoanalyse Überschwemmungen auch nachts erkennen?

Ja. Moderne Sicherheitskameras, die mit fortschrittlichen Technologien für schlechte Lichtverhältnisse wie Wärmebildtechnik oder Infrarotbeleuchtung (IR) ausgestattet sind, sind so konzipiert, dass sie auch bei völliger Dunkelheit klare Bilder liefern.

Nachts, in Situationen, in denen noch etwas Umgebungslicht vorhanden ist (wie beispielsweise in vielen städtischen Umgebungen), ermöglichen Axis-Technologien wie Lightfinder die Aufzeichnung eines gut erkennbaren Farbbildes – unabhängig von der Tageszeit. Dadurch wird sichergestellt, dass das System rund um die Uhr zuverlässig Wasserstände messen und Überschwemmungen erkennen kann.

Wie unterscheidet das System zwischen starkem Regen und einer tatsächlichen Überschwemmung?

Das System berücksichtigt mehrere Datenpunkte, nicht nur einen. Während ein Regenmesser starken Niederschlag meldet, setzt die KI dies mit Daten anderer Sensoren in Zusammenhang. Sie überprüft die Wasserstandssensoren im Fluss und analysiert das Videomaterial, um festzustellen, ob der Wasserstand tatsächlich steigt und über die Ufer tritt.

Eine Hochwasserwarnung wird erst ausgelöst, wenn diese verschiedenen Quellen eine echte Gefahr bestätigen, und nicht bereits bei einem Regenguss.

Was passiert, wenn ein Sensor oder eine Kamera ausfällt?

Die Systemzuverlässigkeit ist ein zentraler Bestandteil des Designs. Das zentrale Managementsystem überwacht kontinuierlich den Betriebszustand und die Konnektivität jeder einzelnen Kamera. Falls ein Gerät aufgrund eines Stromausfalls oder eines Netzwerkproblems offline geht, sendet das System umgehend eine Wartungsmeldung an die Betreiber, damit diese das Problem beheben können. Dadurch wird die Integrität des Netzwerks gewährleistet und Lücken in der Abdeckung werden auf ein Minimum reduziert.

Wie lassen sich Falschalarme in einem KI-gesteuerten System minimieren?

Durch einen Prozess des kontinuierlichen Lernens und der Datenfusion werden Falschalarme reduziert. Die KI wird anhand riesiger Datenmengen trainiert, um zu erkennen, wie eine echte Überschwemmung aussieht – im Gegensatz zu einer harmlosen Situation, wie beispielsweise einer Plastiktüte, die an einem Sensor vorbeischwebt.

Kann diese Technologie auch bei anderen Wetterereignissen eingesetzt werden?

Ja. Dieses System ist zwar für die Hochwassererkennung konfiguriert, doch seine Kernkomponenten – Kameras und KI – sind vielseitig einsetzbar. Die gleiche Infrastruktur lässt sich an die Überwachung anderer Umweltrisiken anpassen.

So kann die Videoanalyse beispielsweise die Rauchwolke eines Waldbrands erkennen, und verschiedene Sensoren können gefährliche Windgeschwindigkeiten, Erdrutsche oder extreme Temperaturen überwachen, was das System zu einer vielseitigen Lösung für die öffentliche Sicherheit macht.

Andrea Sorri

Andrea Sorri ist für das Erstellen und Umsetzen der effizientesten Strategien für Smart Cities mit Fokus auf öffentliche Sicherheit, Mobilität und Umweltmonitoring zuständig. Er arbeitet seit 25 Jahren bei Axis und leistet seinen Beitrag insbesondere in wichtigen Marktsegmenten. In seiner Arbeit zeigt er Leidenschaft für Innovation und Technologie und begegnet den Herausforderungen der KI-Ethik enthusiastisch.

Andrea Sorri