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Warum Schulen neue IoT‑Strategien benötigen, um den Campusbetrieb zu verbessern

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School staircase and hallway with network camera mounted on the wall

Eine der wichtigsten Aufgaben jeder Schule ist es, die Sicherheit von Schülern, Mitarbeitenden und Besuchern zu gewährleisten. Diese Verantwortung prägt verständlicherweise, wie Bildungseinrichtungen Investitionen priorisieren – insbesondere im Bereich IoT‑Technologie. Doch es entstehen neue Anwendungsfälle, die über das Traditionelle hinausgehen.

Sicherheitssysteme wie Videoaufzeichnung und Besuchermanagement gehören inzwischen an vielen Standorten zur Standardausstattung. In manchen Fällen werden sie durch Sicherheitspersonal ergänzt, aber nicht immer.

Diese Technologien spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung sicherer Umgebungen und gelten oft als unverzichtbare Investitionen. Da Budgets im Bildungsbereich ohnehin knapp sind, ist es schwer, Technologien zu rechtfertigen, die nicht sofort einen klaren Bildungs- oder Sicherheitsnutzen bringen – selbst wenn sie langfristig Kosten senken könnten.

Selbst wenn Technologien langfristige Effizienzgewinne oder Einsparungen versprechen, sind sie schwer zu priorisieren, wenn der unmittelbare Nutzen nicht klar mit Sicherheit oder Lernergebnissen verknüpft ist. Dadurch verpassen manche Bildungseinrichtungen Chancen, ihren Campusbetrieb auf ein neues Niveau zu heben.

One network camera, a radar and a strobe siren mounted next to a school

Dies gilt besonders für IoT‑Geräte und -Infrastrukturen. Ein aktueller Bericht, Smart campuses, smarter decisions: unlocking the potential of IoT in schools, zeigt, dass Organisationen im Bildungssektor vor mehreren Herausforderungen stehen, wenn es darum geht, ihre Denkweise zu verändern. Gleichzeitig gibt es erhebliche Chancen.

Die wahrgenommene Herausforderung von IoT‑Investitionen

Traditionelle IoT‑Geräte sind auf Campusgeländen längst keine Seltenheit mehr. So ist es nicht ungewöhnlich, zahlreiche netzwerkbasierte Kameras sowohl innen als auch außen zu sehen. Der Hauptanwendungsfall ist dabei meist Sicherheit – doch diese eingeschränkte Sichtweise übersieht breitere betriebliche Vorteile.

Der Ausbau neuer IoT‑Infrastruktur umfasst typischerweise Hardwareinstallation, Softwareintegration und laufende Verwaltung. Für Einrichtungen mit ohnehin knappen Mitteln kann dies wie ein großer Aufwand wirken. Dennoch gibt es überzeugende Beispiele dafür, was solche Investitionen leisten können.

Ein gutes Beispiel ist die Optimierung von Raumkapazitäten. Es ist nicht immer offensichtlich, ob Gebäude so genutzt werden, dass ihr Nutzen maximiert wird. Die University of California, Los Angeles (UCLA) installierte IoT‑Sensoren auf dem gesamten Campus, um zu verstehen, wie dieser in den Sommermonaten genutzt wurde, wenn weniger Präsenzkurse stattfanden oder einige online verlagert wurden. Durch die Identifikation untergenutzter Gebäude oder Räume konnte die Universität Betriebskosten senken – einschließlich Personal, Sicherheit und Energieverbrauch.

Girl in a school library, partly covered by a boy

Umgekehrt können IoT‑Technologien auch helfen, stark frequentierte Umgebungen zu steuern. Bei großen Veranstaltungen wie Universitäts‑Sportspielen können KI‑gestützte Kameras die Bewegung von Menschenmengen überwachen und Echtzeit‑Einblicke liefern. Besucher können so fundierte Entscheidungen treffen – etwa kürzere Warteschlangen wählen – während Organisatoren Sicherheit und Effizienz verbessern.

Diese Anwendungsfälle zeigen das Potenzial von IoT, den täglichen Campusbetrieb zu verbessern. Gleichzeitig verstärken sie eine verbreitete Annahme: dass solche Vorteile nur mit völlig neuen Systemen und hohen Anfangsinvestitionen erreichbar sind. In der Realität ist das jedoch nicht immer der Fall.

Zusätzlichen Wert aus bestehenden Systemen erschließen

Strategisch eingesetzt können bestehende Technologien Erkenntnisse liefern, die über ihren ursprünglichen Zweck hinausgehen. Zutrittskontrollsysteme etwa liefern detaillierte Informationen darüber, wann und wo Personen Gebäude betreten.

Mit der Zeit können diese Daten Belegungsmuster sichtbar machen, die sich deutlich von den offiziellen Zeitplänen unterscheiden. Dies eröffnet Möglichkeiten, Räume effizienter zu nutzen, Energie zu sparen oder zukünftige Planungen zu verbessern.

Super bowl concert

Auch moderne Videoaufzeichnungssysteme können mehr als nur passiv aufzeichnen. Mit Analysesoftware können Kameras verwertbare Daten generieren – etwa Nutzungstrends, Belegungsgrade oder Engpässe in stark frequentierten Bereichen.

Diese Erkenntnisse können eine Vielzahl von Verbesserungen im Campusbetrieb unterstützen, darunter:

  • Effizientere Nutzung von Einrichtungen — Räume werden bedarfsgerechter eingesetzt
  • Besser informierte Zeitplanung — Stundenpläne basieren auf realer Nutzung
  • Optimiertes Energiemanagement — Verbrauch wird an tatsächliche Belegung angepasst
  • Verbesserte Erfahrungen für Schüler und Mitarbeitende

Wichtig ist: Viele dieser Vorteile lassen sich ohne großflächigen Hardwareaustausch realisieren.

Ein strategieorientierter Ansatz für IoT

Für Schulen und Hochschulen, die ihre IoT‑Nutzung erweitern möchten, beginnt alles mit einem klaren Verständnis der vorhandenen Systeme. Dazu gehört die Bewertung bestehender Technologien und das Stellen zentraler Fragen:

Illustration of crowd management
  • Welche Daten werden aktuell erfasst?
  • Wie werden diese Daten heute genutzt?
  • Welche zusätzlichen Erkenntnisse wären mit den richtigen Tools möglich?

Oft zeigt sich, dass die bestehende Infrastruktur zusätzliche Anwendungsfälle bereits unterstützt – mit überschaubaren Erweiterungen wie Analysesoftware, Systemintegration oder gezielten Upgrades. Statt „Austausch und Neubau“ können Schulen häufig auf vorhandenen Investitionen aufbauen.

Bildungseinrichtungen in die richtige Richtung bewegen

Es gibt keinen universellen Ansatz für IoT im Bildungsbereich. Jede Einrichtung hat eigene Prioritäten, Einschränkungen und Chancen. Doch ein gemeinsamer Ausgangspunkt bleibt: die aktuellen Möglichkeiten verstehen, Lücken identifizieren und prüfen, wie bestehende Investitionen erweitert werden können. So können Schulen IoT nicht nur als Zukunftsthema betrachten, sondern als gegenwärtige Chance, ihren Campusbetrieb zu verbessern.

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Andrew Kertesz

Andrew Kertesz verfügt über mehr als ein Jahrzehnt Erfahrung in der Sicherheitsbranche. Er begann als IT-Installateur bei einem Alarm- und Video-Integrator und stieg schnell in das Management auf. Später kam er als Small Business Account Manager in Kanada zu Axis Communications und ist nun Business Development Manager für End-to-End-Lösungen, wo er das Wachstum der Softwarelösungen von Axis im Land fördert.

Andrew Kertesz