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Nachhaltigkeit von Anfang an

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Bei Axis sind wir davon überzeugt, dass es wichtig ist, in unserer gesamten Lieferkette strenge Verfahren für eine nachhaltige Entwicklung aufrechtzuerhalten. Um qualitativ hochwertige und nachhaltige Lösungen anbieten zu können, bedarf es einer gut funktionierenden Lieferkette.

Ein schwaches oder gebrochenes Glied gefährdet die Integrität der gesamten Kette. Je mehr Glieder diese Kette umfasst, desto wichtiger ist jedes einzelne davon.

Wir haben mehrere Mechanismen eingerichtet, um sicherzustellen, dass unsere Lieferanten die von uns erwarteten Verhaltensweisen und Geschäftspraktiken verstehen und einhalten. Zuallererst fordern wir unsere Lieferanten auf, unseren Verhaltenskodex für Lieferanten (Supplier Code of Conduct) zu unterzeichnen. Dieser basiert auf unserem eigenen Verhaltenskodex, den Zehn Prinzipien des UN Global Compact in den Bereichen Menschen- und Arbeitnehmerrechte, Umwelt, Korruptionsbekämpfung sowie den Richtlinien der Responsible Business Alliance. Werden diese von unseren Lieferanten beachtet, haben wir die Gewissheit, dass sie sich gemäß unserer hohen Standards verhalten.

Audits zur Verbesserung von Geschäftsprozessen

Aber die Unterzeichnung des Verhaltenskodex ist das eine, seine Anforderungen ausnahmslos und dauerhaft zu erfüllen ist etwas völlig anderes. Schwerpunkte und Praktiken in Sachen Nachhaltigkeit unterscheiden sich von Unternehmen zu Unternehmen und von Land zu Land. Dadurch sind die Lieferanten oftmals gezwungen, ihre Geschäftspraktiken anzupassen oder zu ändern, um unseren Standards zu entsprechen. Das Teilen von Best Practices und die Unterstützung der Lieferanten bei eventuellen Veränderungen wird von beiden Seiten begrüßt.

Hier kommt ein weiterer kritischer Prozess ins Spiel: unsere Lieferanten-Audits. Wir führen diese regelmäßig bei unseren für die Nachhaltigkeit kritischen Lieferanten und Vertragsherstellern durch, und auch wenn ein Audit allgemein als mühsamer Test gilt, sind unsere sehr kooperativ gestaltet und auf die Unterstützung des Lieferanten bei der Verbesserung seiner Geschäftsprozesse fokussiert. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht auch unglaublich detailliert sind - unabhängig davon, ob sie vor Ort, online oder als hybrider Audit durchgeführt werden.

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Bewährte Praktiken teilen

Dieser Prozess ist sehr gründlich, aber auch wesentlich, wenn Axis seine strengen Standards hinsichtlich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit, Arbeitspraktiken und Unternehmensethik weiterhin einhalten will. Aber es ist ein Prozess, den Lieferanten positiv sehen, wie Ausra Reinap, Senior Environmental Engineer bei Axis und Mitglied im Umweltrat des Unternehmens, erläutert: „Die große Mehrheit unserer Lieferanten begrüßt die Audits. In vielerlei Hinsicht können wir ihnen als Berater zur Seite stehen, indem wir bewährte Verfahren anderer Anbieter weitergeben, Schulungen und Unterstützung anbieten und das Verständnis fördern.“

Remote oder hybride Audits

Aufgrund der Einschränkungen von Reisen und persönlichen Kontakten während der Pandemie waren Lieferanten-Audits vor Ort schwer durchführbar. Die Stornierung von Audits hätte unsere Möglichkeiten eingeschränkt, dafür zu sorgen, dass die Lieferanten unseren Verhaltenskodex einhalten, also gestalteten wir stattdessen unseren Lieferanten-Auditprozess um. Inzwischen können wir Audits online, vor Ort oder hybrid durchführen, um sicherzustellen, dass unsere anspruchsvollen Standards eingehalten werden.

Zwar ziehen wir bei neuen Lieferanten einen Audit vor Ort vor; remote oder hybride Audits sind jedoch ideal in Fällen, in denen wir bereits Lieferantenbeziehungen unterhalten. So ist beispielsweise die Überprüfung der Unterlagen eines Lieferanten virtuell genauso umfangreich wie vor Ort, aber sie optimiert die Ressourcen, spart Zeit und verringert unseren ökologischen Fußabdruck.

Es ist wichtig, dass beide Parteien die Einschränkungen eines virtuellen Prozesses verstehen. Beispielsweise ist er nicht ideal für einen Werksrundgang zur Besichtigung des Produktionsprozesses. Der Blick durch eine Webcam ist restriktiv: Man hat nicht die Möglichkeit, die Umgebung zu untersuchen. Außerdem lässt er es zur Herausforderung werden, das Werkslayout und alle Prozesse zu verstehen, die an diesem Standort ablaufen.

In ähnlicher Weise kann die Kommunikation schwieriger sein, wenn Besprechungen aus der Ferne geführt werden. Wenn wir über Löhne, Arbeitszeiten, Gesundheit und Sicherheit oder andere Aspekte im Zusammenhang mit Menschenrechten diskutieren müssen, ist es besser, diese Gespräche persönlich zu führen und jedes Missverständnis zu vermeiden.

Lieferanten-Audits sind ein kritischer Prozess, und wir müssen sicher sein können, dass unsere hohen Standards erfüllt werden. Zu diesem Zweck nehmen wir gründliche Risikobewertungen vor, um festzustellen, wo Online- und hybride Audits durchgeführt werden können. Wir behalten diesen Ansatz ausschließlich bestehenden Lieferanten vor, denn er eignet sich am besten für Fälle, in denen wir bereits eine vertrauensvolle Beziehung und ein gutes Verständnis vom Unternehmen eines Lieferanten haben.

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Zweitägiger Audit vor Ort

Wenn wir einen Audit bei einem neuen Lieferanten durchführen oder im Rahmen eines hybriden Audits den Standort eines bestehenden Lieferanten besuchen, verbringt unser Team in der Regel mindestens zwei Tage vor Ort. Lieferanten erhalten eine detaillierte Agenda dessen, was wir vorhaben, und werden aufgefordert, vor dem angesetzten Audit ein Selbstauskunftsformular auszufüllen. Während des eigentlichen Audits treffen wir Schlüsselpersonen aus den Teams für Gesundheit und Sicherheit, Management, Personalwesen, Qualitätskontrolle und Umwelt, und wir unternehmen einen Rundgang durch alle Fertigungseinrichtungen.

Ausra Reinap erklärt, wie ein typischer Audit vor Ort abläuft: „Wir beginnen mit einem Briefing zu unseren Anforderungen auf der Grundlage des Axis Lieferanten-Verhaltenskodex. Anschließend machen wir eine Werksbesichtigung, bei der wir uns mit den Themen Umwelt, Arbeitsschutz und Sicherheit befassen, indem wir uns verschiedene Abläufe in der Produktion ansehen, insbesondere dort, wo gefährliche Prozesse ablaufen. Wir inspizieren die Lagerung von Chemikalien und gefährlichen Abfällen. Wir begutachten Prozesse zur Wasseraufbereitung sowie zur Emissionskontrolle. Wir gehen auch die Dokumentation wie etwa die Liste der Umweltaspekte und -ziele, die Analyse von Arbeitsrisiken, usw. durch.“

Sie fährt fort: „Um zu überprüfen, ob unsere Anforderungen in Bezug auf Arbeitszeiten, Verträge, ärztliche Untersuchungen, Gesundheits- und Sicherheitsschulungen usw. eingehalten werden, prüfen wir die Unterlagen von nach dem Zufallsprinzip ausgewählten Arbeitnehmern.“

Aktionen umsetzen

Nach jedem Audit erstellen wir einen Bericht über unsere Ergebnisse und die Maßnahmen, die zur Verbesserung der nicht konformen Gebiete erforderlich sind. Diese Maßnahmen müssen innerhalb von drei Monaten nach dem Audit durchgeführt werden – was wir in einem weiteren Audit überprüfen können.

Durch langfristige Zusammenarbeit und enge Interaktion mit unseren Lieferanten, Distributoren und Partnern wollen wir die Transparenz deutlich steigern und zu ethischem Geschäftsverhalten in unserer gesamten Wertschöpfungskette anregen. Das ist ein Schlüsselelement unseres Schwerpunkts auf verantwortungsvollem Geschäftsverhalten. Bei Axis setzen wir uns aktiv dafür ein, starke ethische Standards aufrecht zu erhalten – indem wir Maßnahmen ergreifen, damit Geschäfte verantwortungsvoll, transparent, glaubwürdig und konsequent getätigt werden.

Wie unsere Ziele die Auswahl unserer Partner bestimmen

Unser Ziel, die Welt zu einem intelligenteren, sicheren Ort zu machen, bestimmt alle unsere Handlungen. Diese Ambition bestimmt, mit wem wir zusammenarbeiten und wie diese Zusammenarbeit aussieht. Es kann nicht genug betont werden, wie wichtig Zusammenarbeit ist, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Ohne die Hilfe von Lieferanten und Verkäufern könnten wir unsere gemeinsamen Ziele nicht erreichen. Es ist wichtig, wie wir mit unseren Partnerschaften umgehen, aber auch, wie wir sie in Zukunft weiterentwickeln. Für uns ist Nachhaltigkeit nicht nur Umweltbewusstsein. Sie geht weit darüber hinaus, was sich in unseren Lieferantenaudits und Partnergesprächen widerspiegelt.

Reinap erklärt: „In Zukunft müssen wir unsere Verfahren bei der Auswahl und Leistungsüberprüfung unserer Lieferanten weiter verfeinern und die Sensibilisierung für Menschenrechtsgefährdungen erhöhen.“

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